Allergierisiko bei Canon Digitalkamera

Dienstag, 22. April 2014

Für die im Juni auf den Markt gekommene Canon EOS 650D Spiegelreflexkamera wurde nun eine Rückrufaktion gestartet. In der Gummierung der Griffe wurde eine chemische Substanz gefunden, die Augen- und Hautreizungen hervorrufen kann. Alleine in den USA muss Canon nun um die 70.000 Kameras reparieren. Auch die in Deutschland verkauften Kameras können mit der giftigen Substanz belastet sein.

Produktionsfehler sorgt für Austritt von Chemikalien

Schon im Juli warnte das Unternehmen die Käufer vor einem Allergie-Problem. Ein Produktionsfehler sorgte dafür, dass aus der Gummierung der Griffflächen überschüssiges Zink-N-N-Dimethyl-Dithiocarbomat austreten kann. Beim sogenannten Vulkanisierungs-Prozess hatten einige Modelle zu viel von dieser Chemikalie abbekommen. Bei Hitze und Feuchtigkeit kann diese Chemikalie austreten und allergische Reaktionen an den Augen und Händen hervorrufen. Aktuell werden deshalb in den USA ca. 68.000 Geräte zurückgerufen. Aber auch in Deutschland sind Modelle betroffen.

In Deutschland können Käufer einen kostenlosen Reparatur-Service nutzen

In Deutschland gibt es extra einen Reparatur-Service für betroffene Modelle. Zudem erklärt der Hersteller, dass nur eine begrenzte Zahl der Canon Modelle betroffen sind. Dabei handelt es sich insbesondere um die Modelle, die zwischen dem 31. Mai und dem 27. Juni 2012 produziert wurden. Deutsche Käufer haben die Möglichkeit anhand der Seriennummer ihrer Canon Spiegelreflexkamera festzustellen, ob das eigene Modell betroffen ist. Im Internet wurde eine spezielle Serviceseite eingerichtet mit der Funktion „Check“, über die die Seriennummer eingetragen und überprüft werden kann. Wenn die Kamera betroffen ist, erscheint bei der Prüfung die Meldung „Your Camera is affected“. Ist das der Fall kann die Kamera an einer autorisierten Servicestelle von Canon repariert werden. Dabei wird die Gummierung einfach ausgetauscht. Dieser Service ist für Käufer komplett kostenlos.